S3-Replikation und Recovery

Schutzmodell für das benötigte Recovery-Ergebnis auswählen

Native eEKAS-Standortreplikation, geplante Spiegelung und checkpointbasiertes S3-Backup lösen unterschiedliche Aufgaben. Entscheidend sind Verfügbarkeit, Historie und Wiederherstellungsziel – nicht allein das Wort „Replikation“.

Verfügbar mit euroNAS eEKAS
eEKAS zu eEKASAsynchrone Disaster-Recovery- oder Active-Active-Standortreplikation
↓
Spiegelung zu einem anderen S3-DienstGeplante aktuelle Kopie auf einem externen S3-kompatiblen Ziel
↓
Backup und ArchivierungAufbewahrte Generationen, Recovery-Checkpoints und kontrollierter Restore
Mit dem Ziel beginnen

Drei Übertragungsmodelle, drei betriebliche Ergebnisse

Die richtige Wahl hängt davon ab, ob ein betriebsbereiter Ersatzstandort, eine aktuelle Sekundärkopie oder unabhängige historische Recovery-Punkte benötigt werden.

Standortresilienz

eEKAS-zu-eEKAS-Synchronisation

Kontinuierliche asynchrone Replikation zwischen unabhängigen eEKAS-Installationen. Ein schreibgeschützter DR-Modus bietet einen kontrollierten Ersatzstandort; Active-Active eignet sich für Anwendungen, die asynchrone Sichtbarkeit verarbeiten können.

Aktuelle Kopie

Externe S3-Spiegelung

Aktuelle Objekte werden manuell, stündlich oder täglich einseitig zu einem anderen S3-kompatiblen Dienst kopiert. Das Ziel muss kein eEKAS-System sein.

Historische Recovery

S3-Backup und Archivierung

Objektgenerationen, Inventare und Schutzinformationen werden in ein externes S3-Archiv exportiert. Abgeschlossene Checkpoints bleiben erhalten, wenn Quelldaten später geändert oder gelöscht werden.

Replikation ist nicht automatisch Backup. Eine Live-Replik oder Spiegelung kann unerwünschte Änderungen und Löschungen übernehmen. Unabhängige Recovery-Generationen benötigen den Backup-und-Archiv-Workflow sowie einen getesteten Restore-Plan.
Auswahlhilfe

Das Schutzmodell auf das Ereignis abstimmen

Frage eEKAS-Standortreplikation Externe S3-Spiegelung Backup und Archivierung
Hauptzweck Weiteren betriebsbereiten S3-Standort vorhalten Geplante aktuelle Kopie vorhalten Recovery-Checkpoints und Generationen bewahren
Ziel Unabhängige eEKAS-Installation S3-kompatibler Dienst Externes S3-kompatibles Archiv
Schreibmodi Schreibgeschütztes DR-Ziel oder asynchrones Active-Active Nur einseitig Einseitiger geschützter Export
Löschungen an der Quelle Folgen den Replikationsregeln Werden normalerweise gespiegelt; Richtlinien können dies verändern Entfernen keine abgeschlossenen Archivgenerationen
Historische Checkpoints Nicht durch Replikation allein Nein Ja
Geeignet, wenn Dienstkontinuität an einem anderen eEKAS-Standort wichtig ist Eine aktuelle Sekundärkopie genügt Unabhängige zeitpunktbezogene Recovery benötigt wird
Unabhängige Archiv-Recovery

Aus abgeschlossenen, eindeutig bezeichneten Checkpoints wiederherstellen

Backup und Archivierung trennt die Recovery-Historie vom Live-Namespace und bietet einen expliziten Vorschau- und Restore-Prozess.

Gesamter Dienst oder ausgewählte BucketsEine Richtlinie für den gesamten Dienst kann künftige Buckets einschließen; Bucket-Auswahl schützt eine definierte Menge.
WORM-bewusste WiederherstellungAnwendbare Object-Lock-Aufbewahrung und Legal Holds können in neue Recovery-Buckets übernommen werden.
Portable Recovery-VorbereitungEin verschlüsseltes Recovery-Paket und Archivzugangsdaten können außerhalb der Primärinstallation aufbewahrt werden.
Abgleich zusätzlich zu BenachrichtigungenInventarscans gleichen verpasste Ereignisse ab; eine Upload-Benachrichtigung allein ist noch kein abgeschlossener Recovery-Punkt.

Über die GUI verwaltet

Konfigurieren, überwachen und wiederherstellen – ohne Kommandozeilen-Vorkenntnisse

eEKAS stellt Schutzvarianten und Recovery-Abläufe in der Verwaltungsoberfläche bereit und macht die architektonischen Unterschiede sichtbar.

Anwendungs- und Dienst-Recovery

Mehr als nur Objektbytes schützen

1

Dienstrouting

DNS-, Load-Balancer- und Anwendungs-Endpunktänderungen für die Standort-Recovery dokumentieren.

2

Zugangsdaten

Einladungen, Archivzugänge und Recovery-Pakete getrennt schützen.

3

SMB-Gateways

Replikation überträgt S3-Objekte, nicht SMB-Freigaben, Identitäten oder verteilte Sperren.

4

Recovery-Tests

Den vollständigen Geschäftsprozess einschließlich Zugriff, Berechtigungen und Rückkehr zum Normalbetrieb testen.

Schutz nach dem Recovery-Versprechen planen

Standortkontinuität, unabhängige Historie, Bandbreite, Objektwachstum und betriebliche Recovery vor der Auswahl vergleichen.

S3-Replikation arbeitet asynchron. Tatsächlicher Recovery-Punkt, Übertragungszeit und Restore-Dauer hängen von Workload, Objektanzahl, Netzwerkverfügbarkeit, Zielverhalten und der qualifizierten euroNAS-Version ab. S3-Kompatibilität bedeutet keine Zugehörigkeit zu Amazon Web Services.

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